Schul- & Hausordnung

Berufsschule Neunkirchen

SCHULORDNUNG

(Auszug aus der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst vom 24. Juni 1974 betreffend die Schulordnung, BGBI. 106. Stück vom 5. Juli 1974)

und

HAUSORDNUNG

lt. Beschluss der Schulkonferenz vom 20. April 2006
Ergänzung nach Beschluss des Schulgemeinschaftsauschuss vom 22. Februar 2008 (HO Punkt 5) und vom 31. März 2008 (HO Punkt 6)

A) Aufgaben der Schul- und Hausordnung

§43 SchUG
Die Berufsschule kann nur dann die ihr gestellte Aufgabe erfüllen, wenn die Berufsschüler durch ihre Mitarbeit, ihre Einordnung in die Gemeinschaft der Klasse und der Schule und durch ihr sonstiges Verhalten eine erfolgreiche Unterrichtsarbeit ermöglichen.
Die Zusammenarbeit und das Zusammenleben in einer Gemeinschaft kann nur dann zufriedenstellend funktionieren, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft sich nach bestimmten Regeln verhalten, eine bestimmte festgelegte Ordnung einhalten.

§44 SchUG
Aufgabe der Schul- und Hausordnung ist, den Berufsschülern diese Regeln bekannt zu geben, nach denen sie sich in der Berufsschule zu verhalten haben. Dabei ist die Schulordnung für alle niederösterreichischen Berufsschulen gleich (Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst), die Hausordnung hingegen regelt das Verhalten, das durch die baulichen und organisatorischen Gegebenheiten der jeweiligen Berufsschulen bestimmt wird.

B) Teilnahme am Unterricht

§43 SchUG
Die Berufsschüler haben den Unterricht während der vorgeschriebenen Unterrichtszeit regelmäßig und pünktlich zu besuchen, auch am Unterricht in den Freigegenständen und unverbindliche Übungen, für die sie angemeldet sind, regelmäßig teilzunehmen und sich an den verpflichtend vorgeschriebenen Schulveranstaltungen zu beteiligen.

HO *) Pkt 1
Das Betreten und Verlassen des Schulgebäudes ist für externe Schüler nur durch den Haupteingang der Schule erlaubt und nicht durch das Schülerheim der Wirtschaftskammer. Der Weg zu den Unterrichtsräumen führt für diese Schüler durch den Umkleideraum im Untergeschoss. Es steht dort für jeden ein Gaderobeschrank zur Verfügung (2 Vorhangschlösser sind mitzubringen).Die Unterrichtsräume dürfen nur mit Hausschuhen betreten werden.

1) Beginn des Unterrichts

§2 Vdg.
Die Berufsschüler haben sich vor Beginn des Unterrichtes in der Klasse einzufinden. Die gleiche Regelung gilt für Schulveranstaltungen (Lehrausgänge und Exkursionen)!

2) Verlassen des Schulgebäudes

HO Pkt. 2 - § 2 Abs. 4 Vdg.
Während des Vormittags- und Nachmittagsunterrichtes, einschließlich der Pausen, darf das Schulgelände nicht verlassen werden.
Ausnahmen: In Ausnahmenfällen ist die Erlaubnis der Klassenlehrer oder der Schulleitung einzuholen, z.B. Arzt- oder Behördenbesuch nur mit Bewilligung des Klassenlehrers oder der Schulleitung. Für den Besuch eines Arztes ist ein Arztzettel zu verwenden. Minderjährige Schüler, die den Freigegenstand Religion nicht besuchen oder bei Bewegung und Sport nicht teilnehmen, werden während dieser Zeit beaufsichtigt.

Abs. 5 Vdg.
Nach Beendigung des Unterrichtes haben die Berufsschüler die Schulliegenschaft unverzüglich zu verlassen.

HO Pkt. 3
Externe Schüler dürfen sich während der Mittagspause und nach Unterrichtsschluss bis zur Abfahrt ihres Zuges oder Autobusses in ihrem Klassenraum aufhalten, wobei keine Beaufsichtigung durch Lehrer vorgesehen ist.

3) Verspätetes Eintreffen und Fernbleiben vom Unterricht

§ 3 Abs. 1 Vdg.
Bei verspätetem Eintreffen zum Unterricht oder zu einer Schulveranstaltung hat der Berufsschüler den Grund seiner Verspätung anzugeben und den Rechtfertigungsgrund nachzuweisen.

Berufsschulpflicht

§ 24 Abs. 4 SchPflG
Die Berufsschüler unterliegen der Berufsschulpflicht. Die Teilnahme am Berufsschulunterricht kann durch Strafsanktionen durch die Bezirkverwaltungsbehörde erzwungen werden (Geldstrafe).

Gerechtfertigte Verhinderungsgründe
Verhinderungsgründe, die das Fernbleiben vom Unterricht zu rechtfertigen sind:

§ 9 Abs. 1-5 SchPflG
a) Erkrankung des Schülers.
b) Gefahr der Übertragung von Erkrankungen der Angehörigen.
c) Erkrankung der Eltern oder Angehöriger, wenn sie der Hilfe des Schülers bedürfen.
d) Außergewöhnliche Ereignisse im Leben des Schülers.

Die Verhinderungsgründe sind glaubwürdig nachzuweisen, z. B. bei Erkrankung durch Vorlage der gelben Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Arbeitgeber.

Erlaubnis zum Fernbleiben

§ 9 Abs. 6 und Abs. 3 SchPflG
Ist ein gerechtfertigter Verhinderungsgrund voraussehbar, so hat der Erziehungsberechtigte oder der volljährige Berufsschüler schriftlich (Formblatt) um die Erlaubnis zum Fernbleiben anzusuchen. Bis zu zwei Schultagen ist der Schulleiter, darüber hinaus der Landesschulrat für Niederösterreich zuständig.

C) Mitarbeit der Berufsschüler

Abs. 1 Vdg. § 4 Abs. 1 Vdg.
Die Berufsschüler müssen durch ihre Mitarbeit bestrebt sein das Lehrziel der Berufsschule zu erreichen. Neben der fleißigen Mitarbeit im Unterricht und bei Schulveranstaltungen haben sie die notwendigen Unterrichtsmittel in einemdem Unterrichtszweck entsprechenden Zustand zu erhalten.

D) Verhalten der Berufsschüler

§ 1 Abs. 2 Vdg.

1. Die Berufsschüler haben sich in der Gemeinschaft der Klasse und der Schule hilfsbereit, verständnisvoll und höflich zu verhalten.

§ 4 Abs. 3 Vdg.
2. Die Berufsschüler haben sämtliche Einrichtungen und Anlagen der Schule einschließlich der zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel schonend zu behandeln.

HO Pkt. 4
Der Klassensprecher hat alle wahrgenommenen Beschädigungen dem Klassenvorstand sofort zu melden. Für grob fahrlässige oder gar mutwillige Beschädigungen wird der schuldige Berufsschüler zur Schadensgutmachung herangezogen.

§ 4 Abs. 4 Vdg.
3. Gegenstände, die die Sicherheit gefährden oder den Schulbetrieb stören, dürfen vom Schüler nicht mitgebracht werden. Derartige Gegenstände sind dem Lehrer auf Verlangen zu übergeben. Abgenommene Gegenstände werden nach Beendigung des Unterrichtes dem Schüler zurückzugeben, soweit es sich nicht um sicherheitsgefährdende Gegenstände handelt (Messer mit fixierbarer Klinge, Schuss- und sonstige Waffen, Feuerwerkskörper usw.). Diese Gegenstände werden nur dem Erziehungsberechtigten bzw. den Sicherheitsbehörden ausgehändigt.

HO Pkt. 5
„Verbot der Benützung von Mobiltelefonen während des Unterrichtes für Lehrer/innen und Schüler/innen. Die Telefone sind so einzustellen, dass Anrufe kein akustisches Signal auslösen und im Gerät gespeichert werden. Gleichzeitig wird damit die Verwendung unerlaubter Hilfsmittel bei Schularbeiten und sonstigen Leistungsfeststellungen unterbunden)."

HO Pkt. 6
Aufnahmen mit der Handykamera, das Herunterladen von Inhalten aus dem Internet, die gegen die guten Sitten verstoßen (z.B. Gewalt, Pornografie), die zur Verfügungstellung und Weiterverbreitung dieser Bilder oder Filmsequenzen an andere Personen sind untersagt.

HO Pkt. 7
Literatur und Bildwerke, die einer Verbreitungsbeschränkung unterliegen oder die Jugendliche in ihrer Entwicklung gefährden, werden den Schülern abgenommen und den Erziehungsberechtigten ausgehändigt.

4. Alkohol- und Nikotingenuss

§ 9 Abs. 1 Vdg.
a) Die Mitnahme und der Genuss alkoholischer Getränke ist den Berufsschüler in der Schule, an sonstigen Unterrichtsorten und bei Schulveranstaltungen untersagt.

HO Pkt. 8
Schüler, die Alkohol getrunken oder andere Suchtgifte genommen haben, werden in einen anderen Lehrgang versetzt. Schwer alkoholisierte Schüler werden aus gesundheitlichen Gründen unverzüglich in das Krankenhaus gebracht. Die Kosten des Krankenhausaufenthaltes werden in solchen Fällen nicht von der Krankenkasse getragen.

Vdg. §§ 12 Abs. 1 u. 3 sowie 13 Abs. 2 u. 3 bzw. 13 a Tabakgesetz §§ 44 Abs. 1
b) Das Rauchen ist auf der gesamten Schulliegenschaft (Schulgebäude, Schulhof, Parkplätze, Sportanlagen), an sonstigen Unterrichtsorten und bei Schulveranstaltungen sowie schulbezogenen Veranstaltungen untersagt.
Anmerkung: Schülern ist das Rauchen nur im Pausenhof (Atrium) erlaubt. Lehrer und sonstige Personen dürfen im Freien vor dem Sozialraum bzw. in der Dienstwohnung des Schulwartes rauchen.

SchUG Verhalten der Schüler in den Pausen
HO Pkt. 9
a) Die Pausen dienen zur Erholung der Schüler. Unnötiger Lärm, Streitereien mit den Mitschülern oder gar Raufhandel sind zu unterlassen.
b) Während der Pausen ist für eine gute Lüftung der Klassenräume zu sorgen.
c) Die Schüler dürfen nicht auf den Fensterbänken sitzen (Unfallgefahr, dient nicht dem Ansehen in der Öffentlichkeit).
d) Die Toiletten sind nur für den vorgesehenen Zweck aufzusuchen und so zu verlassen, wie ein zivilisierter Mensch diese anzutreffen wünscht.

E) Hinweise für die Kleidung der Schüler

§ 4 Abs. 1 Vdg.
Die Berufsschüler haben am Unterricht und an den Schulveranstaltungen in einer den jeweiligen Erfordernissen entsprechenden Kleidung teilzunehmen.

F) Verlassen der Schule im Katastrophenfall

§ 6 Abs. 2 Vdg.
Auf den Gängen und Stiegen ist der Fluchtweg gekennzeichnet, der im Katastrophenfall das Verlassen der Schule auf dem kürzesten Wege gewährleistet. In jedem Lehrgang wird der Alarmfall einmal geübt, um im Ernstfall eine Gefährdung der Schüler möglichst auszuschalten.

HO Pkt. 10
Das Verlassen der Schule im Katastrophenfall wird durch Lautsprecher, bzw. bei Ausfall durch Sirene bekanntgegeben.

G) Verhalten der Berufsschüler in der Öffentlichkeit

Unsere Berufsschule ist ein bedeutsamer Faktor im öffentlichen Leben unseres Landes. Um das Ansehen unserer Schule und der vielen Berufsschüler zu wahren, soll sich jeder Berufsschüler nicht nur in der Schule, sondern auch in der Öffentlichkeit ruhig, höflich und hilfsbereit verhalten. Das Fehlverhalten eines einzigen Berufsschülers führt bereits zu Pauschalurteilen über alle Schüler unserer Schule und die Lehrlinge im Allgemeinen.

H) Einhalten der Schul- und Hausordnung
Es wird erwartet, dass die Berufsschüler in der Verpflichtung, die Bestimmungen der Schul- und Hausordnung einzuhalten, nicht eine unnötige Einschränkung ihrer Freiheit sehen, sondern eine unvermeidbare Notwendigkeit, um das problemlose Zusammenleben in der Schule zu gewährleisten. Es können daher nur unvernünftige Außenseiter sein, die durch geeignete Erziehungsmittel (lt. § 8 Vdg.) zum Einhalten der Schul- und Hausordnung durch die Schulleitung gezwungen werden müssen.

 

Sonderurlaub

Für bestimmte Zwecke kann seitens der Schüler Sonderurlaub gewährt werden: Diesbezüglich ist es erforderlich, dass so früh wie möglich dieser mit dem Formblatt „Sonderurlaub" beantragt wird. Diese Formblätter liegen beim Schülerkopierer bzw. in der Kanzlei auf. Die Reihenfolge bei der Genehmigung bzw. das Ausfüllen erklärt der Klassenvorstand bzw. ein Klassenlehrer oder ein älterer Mitschüler. Jedenfalls ist bei noch nicht eigenberechtigten Schülern (Großjährigkeit) die Unterschrift eines Elternteiles erforderlich. In dringenden Fällen muss ein Anruf eines Elternteiles in der Schuldirektion erfolgen, Tel. 02635/65386.

Sonderurlaub kann erteilt werden:

1. durch den KlassenlehrerIn:

bis zu einer Unterrichtsstunde. Dazu muss kein Sonderurlaubsschein ausgefüllt werden.

2. durch die Schulleitung:

Ansuchen mittels Formblatt „Sonderurlaub", Unterschrift durch Klassenvorstand bzw. KlassenlehrerIn (i.V.) und Direktion (Frau BD Anslinger oder Vertretung).

Die Gewährung des Sonderurlaubes liegt im Ermessen der Schulleitung und der betroffenen KlassenlehrerIn und richtet sich auch nach dem Grund der Abwesenheit. Bei Wegbleiben über Nacht ist ein eigener Sonderurlaubsschein auszufüllen.

Das Ansuchen ist so früh wie möglich, sofort nach Bekanntwerden mit allen Unterlagen (Bestätigungen, Einberufungen, Terminvorschreibungen etc.) zu stellen.

Kein Anspruch auf Sonderurlaub besteht bei Mitfahrgelegenheiten durch Mitschüler.

Für die jährliche routinemäßige Lehrlingsuntersuchung wird seitens der Schule nur dann freigegeben, wenn diese in Neunkirchen oder in unmittelbarer Umgebung (z.B. in Wiener Neustadt) erfolgt und nur wenige Abwesenheits-stunden in Anspruch nimmt.

a) von mehr als einer Stunde bis zu einem Tag, z.B.

Wichtige familiäre Anlässe (z.B. Hochzeiten, Todesfälle u.a.)Teilnahme an sportlichen Großveranstaltungen (Österr. Meisterschaften u.ä.)Teilnahme an Schulungen und Wettkämpfen der FeuerwehrTeilnahme an Firmenfeiern Exkursionen des LehrbetriebesBildungsveranstaltungen im Rahmen der betrieblichen Bildung

b) bis zu 2 Tage, z.B.

Musterung

c) Sonderurlaub von mehr als 1 Tag:

Gewährung nur auf Grund eines Ansuchens an den Landesschulrat für Niederösterreich (Formblatt zum Download):
Das Ansuchen müssen die Erziehungsberechtigten (bei Großjährigkeit Eigenberechtigung) so zeitig wie möglich via Schulleitung an den Landesschulrat für Niederösterreich stellen.
Eine Stellungnahme des Lehrbetriebes ist ebenfalls via Schulleitung an den Landesschulrat für Niederösterreich erforderlich.
Die Gewährung eines mehrtägigen Sonderurlaubes obliegt auf Grund aller eingelangten Stellungnahmen dem Landesschulrat für Niederösterreich in Bescheidform.

Kein Anspruch auf Sonderurlaub besteht z.B. bei
- Privaturlaub
- Fahrschulkursen
- Geburtstagsfeier

Gegen die Entscheidung des Landesschulrates bzw. des Schulleiters ist KEIN ordentliches Rechtmittel zulässig (LSR f. NÖ I-104/20 – 2005 vom 2.12.2005).

 

Die Schulleitung
Eva Anslinger, Dipl.Päd.
Berufsschuldirektorin